Screenshot vom Spot der Asics-Anzeige. Was können Sie von dieser Anzeige für Ihren Messestand lernen?

Auf dem Messestand zeigen, was Sache ist …

Joas Kotzsch Messebau Leave a Comment

Mit einer einfachen aber ebenso wirkungsvollen Anzeigenkampagne macht zur Zeit der Laufschuhhersteller Asics in Brasilien von sich Reden. Eigentlich kann man sich keinen Fall vorstellen, dass ein Laufmagazin wegen einer Anzeige  gekauft wird. Der Werbeagentur Neogama aus São Paulo aber ist genau dieses Kunststück geglückt. Die Laufzeitschriften gehen weg wie warme Semmeln – wegen einer Anzeige.

Die Idee ist denkbar simple und grafisch total reduziert, ist sie doch überwiegend dunkel. Jeder Läufer will nur eins. Er will den passenden Schuh für sich. Und genau hier setzt die Anzeige an. Sie zeigt dem Läufer, welcher Asics-Schuh der richtige ist.

Wie das? Die Kreativen aus São Paulo haben eine thermochromische Printanzeige entwickelt, auf die man sich mit seinen nackten Füßen stellt und die dann über die Form des erzeugten Fußabdrucks zeigt, welcher Schuh zu einem passt. Einfach genial, denn wann kommt es schon mal vor, dass man sich so aktiv mit einer Anzeige auseinandersetzt?

Die Anzeige hat soviel Substanz, dass Neogama dazu sogar einen Spot gedreht hat. Kein Wunder also, dass die Laufmagazine weggehen wie warme Semmeln – wegen der Anzeige.

Und was heißt das nun für Ihren Messestand?

Was kann man von diesem Beispiel lernen? Ich meine, die Asics-Anzeige Foot Type Test zeichnet sich durch drei Aspekte aus, die sich sehr schön auch auf Produkte auf Ihrem Messestand übertragen lassen:

1. Denken Sie quer

Nehmen Sie sich die Zeit und verlassen Sie die ausgetretenen Pfade. Diese kennt zwar jeder, aber das ist auch langweilig. Lösen Sie sich von der alten Praxis, indem Sie zunächst mal an das Gegenteil denken. So brechen Sie die alten Strukturen auf und können neue Wege entdecken. Das ist nicht immer ganz einfach und manchmal landen Sie in einer Sackgasse, aber am Ende werden Sie zu einem besseren Ergebnis kommen.

2. Vergessen Sie Ihr Produkt

Zumindest zunächst einmal. Versetzen Sie sich in Ihren Kunden bzw. denken Sie daran, wie es ist, wenn Sie auf der Kundenseite sind. Wollen Sie immer direkt ein Produkt vorgesetzt bekommen? Nein! Es ist doch viel besser, wenn Sie wie im Falle der Anzeige zunächst etwas gezeigt bekommen (Ihren Fußabdruck), der Sie dann erst im zweiten Schritt – sozusagen als logische Konsequenz – zum richtigen richtigen Produkt (dem Asics-Schuh) bringt. Merke: Man muss nicht immer mit der Türe (dem Produkt) ins Haus fallen, es geht auch eleganter.

3. Aktivieren und involvieren Sie Ihren Kunden

Versuchen Sie Ihre Kunden einzubeziehen. Die Asics-Printanzeige demonstriert es vorbildlich. Der Kunde trennt die Anzeige aus dem Magazin, stellt sich auf sie drauf, betrachtet seinen Fußabdruck und schaut dann welcher Schuh zu ihm passt. Womöglich erzählt er anderen davon und zeigt die Anzeige in seinem Freundes- und Familienkreis. Besser geht es nicht. Versuchen Sie dieses Prinzip auf Ihren Bereich zu übertragen.

Funktioniert das bei jedem Produkt?

Im Prinzip schon. Es ist nur manchmal eine große Herausforderung, besonders dann, wenn es um technisch komplexe Vorgänge oder Produkte geht. Ein Schlüssel hierzu lautet Reduktion. In Zeiten der Reizüberflutung merkt sich kein Mensch komplexe Vorgänge. Es muss so einfach wie möglich sein. Lassen Sie alles weg, was nicht unbedingt zum Grundprinzip Ihres Produktes gehört. Vereinfachen Sie es so sehr, dass jeder es versteht.

Überlegen Sie für Ihren Messestand, wie Sie Ihre Produkte begreifbarer machen können. Wir von WUM Design unterstützen Sie dabei. So haben wir für die Linde AG während einer Messe eine internetbasierte Linde-Gasversorgung im Echtbetrieb gezeigt. Der Gasverbrauch wurde visualisiert ebenso wie die automatische Nachbestellung über das Internet.

Für das Unternehmen WIKA haben wir Ihre in der Regel versteckten Produkte sichtbar gemacht. Ein Wasserkreislauf aus transparenten Acrylrohren demonstrierte die Füllstands- und Durchfussmesstechnik der WIKA-Instrumente sehr anschaulich. Das sind nur zwei Beispiele. Hier könnten wir zahlreiche weitere nennen. Wenn Sie Fragen zu solchen Umsetzungen auf Ihrem Messestand haben, sprechen Sie uns an.

PS: Zu diesem Beitrag passt sehr gut unser Blogpost: Storytelling auf Messen … 

Produkte auf dem Messestand begreifbar machen

Produkte auf dem Messestand begreifbar machen ist zwar aufwändiger als nur das Produkt zeigen. Aber die Erinnerung an eine solche Demonstration bleibt bei den Besuchern besser haften.

Beitragsbild: Screenshot aus dem Werbspot von Neogama, São Paulo

Joas Kotzsch, Geschäftsführer bei DS Werbeagentur und zuständig für das Social Web und Unternehmens-PR
Joas Kotzsch

ist verantwortlich für dieses Blog und die Social Media Kommunikation innerhalb der WUM Gruppe. Als Geschäftsführer der DS Werbeagentur, die zur WUM Gruppe gehört, berät er Kunden rund ums Social Web und die Unternehmens-PR. Privat ist er ebenfalls als Blogger unterwegs. Er schreibt regelmäßig für das Bonner Stadtportal Bundesstadt.com und auf seinem Fahrradblog Kettenpeitscher.

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