Die Mannequin Challenge auf einer Messe oder einem Even setzt die Veranstaltung noch mal unter einem ganz neuen Aspekt in Szene. WUM Design berät sie hierbei gerne.

Die Mannequin Challenge sorgt für Aufsehen im Messebetrieb

Ansgar Skoda Kommunikation & Social Web Leave a Comment

Sie besuchen wieder einmal eine Messe, bahnen sich den Weg durch das Getümmel. Dann könnten Sie folgendes Szenario erleben: An einem der Messestände sind die Mitarbeiter völlig regungslos in ihren Bewegungen erstarrt. Sie glauben zunächst sich zu täuschen, schauen nochmal genau hin und werden dann feststellen, dass sie tatsächlich mitten in dieser Unruhe wie zu Salzsäulen erstarrt sind. Vielleicht fragen Sie sich sogar, ob es echte Menschen sind. Derartige Aktionen, bei denen Menschen in ihrem Bewegungsfluss verharren, sind ein Trend aus den USA. Unter dem Hashtag #mannequinchallenge (Mannequin Challenge) verbreiten sich hiervon zahlreiche Videos im Web auf Facebook, Instagram oder Twitter.


Auf einer Messe oder an einem Messestand können regungslos verharrende Personen ein Hingucker sein. Für das Personal könnte das momenthafte Einfrieren und Innehalten auch eine Art Meditation oder Entspannung bedeuten. Und wenn dann noch jemand die ganze Aktion filmt, gibt es eine lebendige Erinnerung an den letzten Messeauftritt.

Obwohl es so aussieht, als stünde die Zeit still, tickt die Uhr natürlich real weiter. Das regungslose Posieren ist leichter gesagt als getan. Die Mitmach-Aktion, bei der es eigentlich darum geht, nichts zu tun, erfordert große Konzentration. Eine besondere Herausforderung ist es, in besonders ausgefallenen, skurrilen und witzigen Positionen oder Gesten zu verharren. Die Teilnehmenden haben meist alle Mühe, sich nicht zu kratzen oder zu blinzeln. Nur die Kameraleute, die das „Standbild“ filmen, bewegen sich zwischen den reglosen Menschen.

Geschichte der Mannequin Challenge – auch Prominente, Politiker und Sportler erstarren in Pose

Die Idee wurde erstmals an einer High School im US-Bundesstaat Florida im Oktober 2016 umgesetzt. Schüler posierten zum Spaß wie Schaufensterpuppen und teilten ein Video der Aktion unter dem Hashtag #MannequinChallenge auf Social Media.

Bis heute verbreiten sich viele weitere Videos im Web und befeuern so den Mitmachtrend. Wer sich zuerst bewegt, hat verloren. Geteilte Videos inspirieren andere dazu, selbst eine Aktion ins Leben zu rufen. Bei der Holzfällerweltmeisterschaft in Stuttgart beteiligten sich in einem Stadion 5000 Menschen – Athleten und Zuschauer – an einer solchen Aktion.

Auch Prominente wie die Spieler von Borussia Dortmund, das American Football Team der Buffalo Bills und Popsängerinnen wie unter anderem Adele, Beyoncé oder Britney Spears steuerten bekanntgewordene Videos bei, bei denen die Stars viel Körperbeherrschung beweisen.

US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton posierte mit Rockstar Jon Bon Jovi in einem Flugzeug regungslos und postete den Clip am Wahltag mit dem Aufruf „Steht nicht still. Geht heute wählen“. Auch wenn Clinton dies letztlich nicht zu einem Wahlsieg verhalf, demonstrierte sie hier eine Nähe zu ihren Wählern und ein sicheres Händchen für aktuelle Trends.

Selbstinszenierung liegt im Trend – Eine Herausforderung auch auf Messen

Menschen lieben Herausforderungen oder sogenannte Challenges. 2014 waren es noch Videos zur „Ice Bucket Challenge“, die im Netz für Wirbel sorgte. Prominente und Nicht-Prominente schütteten sich eimerweise kaltes Wasser über den Kopf und warben um Spenden für von der Nervenkrankheit ALS betroffene Menschen.

Während die Ice Bucket Challenge noch einem wohltätigen Zweck diente, geht es bei der Mannequin Challenge alleine um den Spaßfaktor. Jeder ist eingeladen, mitzumachen. Denn mit dem Begriff „Mannequin“ ist nicht nur eine weibliche Person gemeint, die Mode vorführt. „Mannequin“ kommt aus dem Französischen und steht für Modellpuppe. Das mittelniederländische Wort „Mannikijn“ bedeutet „Männchen“, also eine Verkleinerungsform des Wortes „Mann”.

Auf dem Startcamp Köln/ Bonn im November 2016 blieb eine Mannequin Challenge für viele sich beteiligende Besucher in bleibender Erinnerung. Ein vor Ort gedrehtes Video wurde über 4.500 Mal aufgerufen und erhielt auf Facebook über 55 Gefällt mir-Angaben.

Es bleibt jedoch stets die Frage, wie lange sich das Einfrieren im Messegeschehen durchhalten lässt, wie man Messebesucher zum Mitmachen motiviert und wie man das Personal diesbezüglich schult. Natürlich kann man die Mannequin Challenge auch nur mit dem eigenen Standpersonal durchführen. So hat man eine schöne und etwas andere Dokumentation, wer innerhalb einer Firma bei einer Messe mitgewirkt hat. WUM Design steht Ihnen bei Ihrer eigenen Mannequin Challenge gerne zur Seite und berät Sie für Ihre eigene Aktion.

Beitragsbild: © AlexLMX – shutterstock.com

Ansgar Skoda

Ansgar Skoda (Jg. 1983, M.A.) ist freier Redakteur und Blogger. Er begeistert sich für Entwicklungen im Social Web, Innovationen in der Wirtschaft und alles im Bereich Kultur. Er arbeitete bereits journalistisch unter anderem für das Europäische Parlament, namhafte Wohlfahrtsverbände und große Verlage.

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