Snapchat auf Messen – bei Fragen ist WUM Design die beste Adresse

Snapchat auf Messen – der neue Trend?

Lisa Oelsen Kommunikation & Social Web Leave a Comment

Der Einsatz von Snapchat auf Messen ist bisher noch nicht sehr verbreitet. Jedoch bietet der neue Trend viele Möglichkeiten, das Marketingkonzept eines Unternehmens zu bereichern. Die Instant-Messaging-App steht für eine neue Art der direkte Interaktion mit seinen Followern, die andere Social-Media-Kanäle in dieser besonderen Form nicht haben.

Was ist Snapchat?

Kaum einer kommt vorbei an dem modernen Phänomen. Viele junge Leute nutzen den kostenlosen Instant-Messaging-Dienst als abwechslungsreiche Alternative zu anderen sozialen Netzwerken. Die App erschien schon im Jahr 2011, hierzulande spielt sie aber erst dieses Jahr wirklich eine Rolle.

Sie unterscheidet sich von den herkömmlichen Social Media Plattformen wie z.B. Facebook und Instagram dadurch, dass es keine Profile gibt, die der Nutzer personalisieren kann. Stattdessen bietet Snapchat die Möglichkeit, ständig neue Inhalte mit seinen Followern zu teilen. Die in Form von Fotos oder Videos verschickten „Snaps“ werden höchstens 10 Sekunden lang angezeigt. Um mehr Eindrücke von seinem Leben teilen zu können, veröffentlicht man seine eigene „Story“. Diese existiert 24 Stunden lang , bis sie automatisch gelöscht wird.

Die Unternehmensphilosophie von Snapchat ginge, laut dem CEO Evan Spiegel „… darum, den vollen Umfang menschlicher Emotionen zu transportieren – nicht nur, was hübsch oder perfekt zu sein scheint.“

So kann man sein Leben und dessen Momente mit Snapchat immer und überall teilen. Auch Stars und andere Berühmtheiten nutzen den Mitteilungsdienst und lassen so ihre Fans näher an ihrem Leben teilhaben.

Snapchat lebt von seiner Authentizität. Die Nutzer schätzen die Möglichkeit sehr private und persönliche Einblicke in das Leben und den Alltag anderer zu erhalten. Die spontane und direkte Verbindung zwischen dem jeweiligen Account und seinen Followern ist einzigartig.

Im Frühjahr 2016 sahen circa 100 Millionen aktive Nutzer täglich 10 Milliarden Snaps. Damit liegt Snapchat sogar vor Facebook, das auf 8 Milliarden tägliche Videoaufrufe kommt.

Wie nutzt man Snapchat als Unternehmen?

Social Media ist auch aus der Business Welt nicht mehr weg zu denken. Jedes Unternehmen sollte neben dem üblichen Internetauftritt auch auf den sozialen Netzwerken vertreten sein. In bestimmten Branchen eignet sich auch der Instant-Messenger-Dienst mit dem Geist als Ergänzung zum Marketingkonzept.

Es gibt viele Möglichkeiten, sich Snapchat zu Nutze zu machen. Unternehmen können ihre Kunden immer auf dem Laufenden halten, was neue Produkte betrifft und auch auf Angebote kann so aufmerksam gemacht werden.

Ein weiterer Aspekt ist die Unterhaltung der Community. Firmenaccounts veranstalten Wettbewerbe und Verlosungen, die einen gewissen Mehrwert für die Kunden darstellen.
Außerdem bietet es die Möglichkeit, dass Nutzer eigene Geo-Filter erstellen können. Diese können mit dem Markenlogo frei gestaltet werden und dazu dienen, auf bestimmte Ereignisse hinzuweisen.

Auch einfache Einblicke in den Unternehmensalltag oder „Behind the Scenes“-Eindrücke während einer Produktion oder einem Foto-Shooting eignen sich sehr gut, um bei den potentiellen Kunden Interesse zu wecken. Oder Sie nutzen es um Ihre Kunden aktiv an Ihren internen Prozessen teilhaben zu lassen. Stellen Sie direkte Fragen an Ihre Snapchat Community. Welches Produkt soll zuerst erscheinen…?

Snapchat auf Messen

Ganz besonders gut lässt sich Snapchat auf Messen einsetzen. Hier ein paar Beispiele: Noch vor der Präsentation des fertig gestellten Messestands, lässt sich ein Snap von den Vorbereitungen am Aufbautag in die Story hochladen. Mit einer Textzeile wie zum Beispiel „vorher“ und „nachher“ demonstriert man den Fortschritt und wie viel Arbeit in dem Aufbau eines Standes steckt.

Wenn die Messe beginnt gilt es nun, die Aufmerksamkeit der „Snapchatter“ auf die eigene Snapchat-Story zu lenken. Mit den passenden bereit gestellten Filtern und dem ausgewählten Tuning, wie unter anderem slowmotion oder fast-forward stellt man den Messestand, die vor Ort an zu treffenden Mitarbeiter und die dort angebotenen Aktionen, den Followern vor.

Tipps und Tricks

Doch auch hier gibt es gewisse Regeln, die man befolgen sollte, damit der App-Auftritt zu einem Erfolg wird: Um die ungeteilte Aufmerksamkeit eines Followers zu erhalten, sollte die Story abwechslungsreich und interessant gestaltet sein.

Vorteilhaft ist es, wenn während der Selfie-Einstellung immer dieselbe Person zu sehen ist. Somit hat der Nutzer eine, sich nicht wechselnde, Bezugsperson, zu der er besten falls sogar eine sympathische Bindung aufbaut.

Der Perspektivwechsel kann somit auch als ein gestalterisches Mittel eingesetzt werden. Die Mitarbeiter, die auf dem Messestand vertreten sind, sollten also dann in der Camera-Einstellung vorgestellt werden.

Man meint vielleicht Einstellungen wie Belichtung und Fokus würden bei einem 10 Sekunden Video keine große Rolle spielen, aber das ist ein Trugschluss. Auch bei einem 10 Sekunden Video machen die fotografischen Umstände viel aus. So sollte z.B. Gegenlicht ausschließlich als Effekt eingesetzt werden.

Die Wahl des Filters macht ebenso viel aus und ist ein wichtiges stilistisches Mittel. Wählt man einen black and white Filter, so nimmt man dem Snap die Wirkung der Farben. Je nach Konzept des Messestands und des Firmenlogos, ist dieser jedoch sehr passend. Da die Beleuchtung in Messehallen oft sehr kalt ist, bietet sich der „sunny“ Filter an. Er macht alles was hell ist, etwas wärmer.

Die Qualität der Snaps wirkt sich direkt auf die Resonanz der Follower aus. Schließlich schenken sie in den 10 Sekunden, die ein Snap andauert, ihre volle Aufmerksamkeit darauf.

Vernetzung mit Social Media

Eine weitere Möglichkeit, die der Nutzer durch Snapchat erhält ist, dass er in seiner Story auf die restlichen Social Media Auftritte hinweisen kann. Im Textfeld kann man Instagram Accounts mit einem “@” oder die eigene Homepage mit einem einfachen Weblink  direkt verlinken.

Andersherum geht es natürlich auch: Viele Marken veröffentlichen ihren Account Namen auf ihren zahlreichen Social Media Profilen. Es bietet sich auch an, den eigens von Snapchat generierten Code, als Bild zu veröffentlichen. Dadurch wird es neuen Follower leicht gemacht, den Account auf Snapchat hinzuzufügen. So ist eine vollständige Vernetzung möglich.

Beispiele aus der Praxis

Eines der ersten Unternehmen, das in Deutschland Snapchat einsetzt, ist der Autovermieter Sixt. Auf der weltweit größten Digitalmesse „dmexco“ baten sie so ihren Followern auf innovative Art und Weise einen Einblick auf die Fachmesse. Ein professioneller Grafiker erstellte humorvolle und kreative Fotomontagen von Messebesuchern.

Auch der Elektronikkonzern SONY nutzt mit seiner Spielekonsole PlayStation die Vorteile des trendigen Instant Messenger. Sie ermöglichen ihren Followern dadurch „exklusive Einblicke in die Welt von PlayStation“. Die User hätten VIP-Plätze bei interessanten Ereignissen.

Snapchat für Start Ups

Ein sehr gutes Beispiel, wie man Snapchat zur Reichweitenvergrößerung nutzen kann ist das Start Up Unternehmen Einhorn Products GmbH.

Der vegane Kondomhersteller aus Berlin steht durch Snapchat, in einem viel direkteren Kontakt zu seinen Followern als bei anderen Social Media Plattformen. Diesen engen Kontakt merkt man auch Philip Siefer, dem Unternehmensgründer an: „Unsere Snaphörner kennen uns und sind sehr nah an der der Marke dran“, sagt er in einem Interview mit den Online Marketing Rockstars.

Wer nutzt Snapchat schon und wie?

Auf dem Blog der koelnkomm kommunikationswerstatt gibt es ein gutes Beispiel, wie man Snapchat nicht nutzen sollte.  Der Missbrauch als eine weitere Quelle für „reine Werbung“ muss verhindert werden. Snapchat steht für spontanen, direkten und somit authentischen Kundenkontakt.

Einen Ausschnitt, der bereits auf Snapchat vertretenen Marken finden Sie ebenfalls auf Franz-Josef Baldus Blog.

Viel Spaß beim Snappen!

Beitragsbild: © davis – fotolia.com

WUM Gruppe
Lisa Oelsen

Ich komme vom Dreiländereck und bin dann von der einen Domstadt (Aachen) zur nächsten (Köln) gezogen. In meiner Freizeit reise ich am liebsten, auch sehr gerne in unsere Hauptstadt. Was alle diese Orte miteinander verbindet, ist ihre Internationalität, die mich auch auf Messen so fasziniert. Ich studiere an der International School of Management Cologne. Mein dualer Studiengang nennt sich Marketing & Communications. Den Praxis-Teil absolviere ich bei der WUM Gruppe. Hier bin ich mitverantwortlich für die Social Media Betreuung.

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